9 Zwei Perspektiven aus zwei Welten - ähnliche Fragen

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Workbook von Susanne: Workbook Persönlichkeitstypen Mensch und Hund

Buch von Susanne Allgeier "Das Hundetraining zwischen den Zeilen" erschienen im Kynos Verlag Affiliate-Link

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00:00:00: Hallo, heute haben wir ein ganz besonderes Thema.

00:00:04: Kinder und Hunde sind natürlich nicht dasselbe und trotzdem begegnen uns in beiden Welten erstaunlich ähnliche Fragen wie entsteht Beziehung?

00:00:13: Was brauchen Lebewesen um sich sicher zu fühlen und lernen zu können und welche Rolle spielen eigentlich wir Erwachsenen dabei?

00:00:23: Gemeinsam mit Simone möchte ich in dieser neuen Podcastreihe genau hinschauen auf Gemeinsamenkeiten, auf Unterschiede und darauf was wir vielleicht voneinander lernen können wenn wir bereit sind die Perspektive zu wechseln.

00:00:39: Simone ist Mutter von zwei Kindern und sie ist Psychologin und den ganzen Rest denen erzählt ihr euch einfach selbst.

00:00:50: Hallo liebe Simone schön dass wir uns heute treffen.

00:00:54: Hallo liebe Susanne, vielen Dank.

00:00:56: Ja, magst du denn ein paar Worte zu dir sagen damit die Zuhörenden so'n bisschen mehr wissen was du denn sonst doch machst und vielleicht auch wie du dich darauf eingelassen hast dass du dich auch über das Thema Hunde unterhalten möchtest beziehungsweise wie wir da drauf gekommen sind diesen Podcast sozumachen?

00:01:19: Ja gerne!

00:01:20: Also mein Name ist Simone Herr Komalutz.

00:01:23: Ich bin Diplompsychologin, Mama von zwei Kindern hast du schon gesagt.

00:01:28: In meinem Hintergrund habe ich eine tiefen psychologisch fundierte Psychotherapie Ausbildung und ja hab lange Zeit in einer Psychiatrie, in der Psychosomatik und auch ambulant gearbeitet bis meine Tochter auf die Welt kam Und seitdem habe ich diese Ausbildung auch nicht zu Ende geführt und keine Approbation gemacht, weil sich mein Blickwinkel total verändert hat auf die Art und Weise wie ich mit Menschen arbeiten möchte.

00:01:54: Wir sind ja gemeinsam in einer Videocommunity und da haben wir uns immer wieder mal so ein bisschen einfach gehört was macht der eine?

00:02:02: Was macht der andere?

00:02:05: Ab und an haben wir auch überlegt, ob wir selber in unserer Familie ein Hund in die Familie holen wollen.

00:02:11: Daher habe ich immer mit so besonders großen Augen und Ohren hingeschaut und hingehört.

00:02:17: Und irgendwann haben wir festgestellt, zumindest ging es mir als interessant, scheinbar findet wohl mit Hunden auch eine gewisse Bewusstseinswandel statt also in der Art und Weise wie Menschen wie du zum Beispiel mit ihren Hunden umgehen.

00:02:34: Und das ist was, was ich ja von mir in meiner Bubble auch kenne.

00:02:38: Also in der Arbeit mit Müttern, die Art und Weise wie wir unsere Kinder begleiten.

00:02:42: Dass wir ihnen mehr auf Augehöhe begegnen.

00:02:46: Und so fanden wir glaube ich die Idee dann ganz spannend dass wir darüber doch mal einen Austausch machen könnten der vielleicht auch andere Menschen interessiert.

00:02:55: also So mit der idee lasst uns mal über den Tellerrand blicken.

00:02:59: In anderen Bubbles gibt es ja auch noch andere Welten.

00:03:05: Was können wir denn davon vielleicht lernen oder mitnehmen für unsere eigene Pappe?

00:03:10: Ja und da verändert sich ja auch vieles.

00:03:13: Also, da gibt es so Spaltungen – ich finde, wir leben in einer Zeit, in der wir viel Spaltung erleben im ganz unterschiedlichen Bereichen Und bei mir im Hundebereich ist es natürlich auch so, dass es solche Spaltungen gibt die ich super super schade finde.

00:03:29: Dass so Zuhören nicht mehr richtig stattfindet sondern Es wird gleich bewertet was man macht.

00:03:36: und wenn ich das so... Das was sich am Rand mitkriege was mit Kindern zu tun hat Ist das irgendwie geht das in eine ähnliche Richtung?

00:03:46: Ja das ist definitiv so.

00:03:48: also es gibt ja Ein bisschen die Vergangenheit, die eher aus einer autoritären Erziehungsrichtung kommt.

00:03:54: Und dann gibt es so ein bisschen die Gegenbewegungen, wo man einfach sehr stark bedürfnisorientiert erzieht und manchmal wird aber auch missverstanden was ist denn überhaupt Bedürfnisseorientierung?

00:04:07: heißt das jetzt?

00:04:07: wir müssen alle Wünsche erfüllen und wir pflücken uns jedes Ding was wir wollen von den Bäumen.

00:04:14: oder Heißt es, in meinen Augen vor allen Dingen heißt das geht es um die Erfüllung von Grundbedürfnissen.

00:04:20: Ja insbesondere Bindung und Sicherheit weil wenn diese Grundbedörfnisse nicht erfüllt sind können wir verhalten ganz oft nicht richtig verstehen.

00:04:30: und darum geht's mir einfach sehr stark zu verstehen warum ist mein Kind gerade so wie es ist oder auch ein anderes Kind so wie Es ist damit ich mit ihm in einer guten Beziehung sein kann weil wenn ich einfach nur das Verhalten wegmachen will, dann ist nicht immer unbedingt auch gleich die Beziehung gut deswegen.

00:04:49: Das ist so ein bisschen die Richtung aus der ich irgendwie auch komme und die Erfahrung auch, dass es für uns enorm hilfreich und auch heilsam sein kann, wenn wir nicht mit vorgefertigten Antworten in die Bezüge zu unseren Kindern gehen – und in deinem Fall vermutlich auch an die Bezogen zu wunden – sondern... Wenn wir uns einlassen auf die Beziehung und dadurch ganz viel über uns selbst, und über unser Gegenüber lernen.

00:05:14: Und das ist wo wir glaube ich viele Parallelen so festgestellt haben.

00:05:18: Und darüber haben wir total Lust ums auszutauschen glaube ich oder?

00:05:22: Ja fällt mir direkt ein von Geralt Hüter dieser Satz wenn wir unsere Kinder

00:05:26: Wunsch

00:05:28: orientiert erziehen und denken, wir tun es bedürfnisorientiert dann bekommen wir eben das was wir nicht wollen.

00:05:36: Frustrationstoleranzen ist ja das was dadurch entsteht und das gilt einfach aushalten zu lernen und ich glaube dass das wirklich so ein Thema in unserer heutigen Zeit ist wo's schwierig ist diese Bedürfnisse von jemandem anders wahrzunehmen, aber gleichzeitig auch die eigenen Bedürfnisse wahrzuleben.

00:05:56: Das ist so ein großes Thema für mich.

00:05:58: Also da bin ich völlig bei dir!

00:05:59: Ich bin bei den Hunden am gleichen Punkt praktisch.

00:06:03: Ja und meine Bedürfen sind nicht aus den Augen zu verlieren sondern bewusste Entscheidungen zu treffen und zu sagen Hier ist jetzt das Bedürfnis des Hundes, des Bedürfs des Kindes oder auch von einem anderen erwachsenen Menschen.

00:06:18: Das ist ja im Endeffekt egal!

00:06:21: Da sehe ich da steckt gerade ein riesiges Bedürfen dahinter.

00:06:25: Jetzt gehe ich den Kompromiss ein und schieb mein BedürFniss so ein bisschen zurück und gehe auf das BedirFnissen des Anderen ein Ja?

00:06:32: Und dann mache ich das aber bewusst.

00:06:35: Ich habe meinen Bedürfulness im Blick.

00:06:37: Ich schiebe es nach hinten und ich gehe auf den andern ein.

00:06:40: Es kann aber auch sein wenn es bedürfnisorientiert ist, dass ich sage ne das Bedürfniss ist jetzt nicht so groß meins ist größer.

00:06:49: oder vielleicht ist auch eine sache von verantwortung an der stelle.

00:06:53: Jetzt ist es so dass ich praktisch meinbedürfnisse in den vordergrund stelle und das dann auch umsetze.

00:07:00: und das kind der wund müssen in dem fall dann halt mitgehen ja da sind Grenzen, die sie dann vielleicht erfahren oder wie auch immer und da auch hinzukommen das sinnvoll zu setzen.

00:07:14: Also aus einem Bedürfnis heraus sinnvoll eine Grenze zu setzen, das finde ich so wertvoll.

00:07:23: Ja absolut!

00:07:24: Ich glaube der entscheidende Punkt, der für mich durch das was Dirtz gerade gesagt hat deutlich wird ist du bist spürbar als Mensch, als Gegenüber.

00:07:34: Und wenn du dann eine Grenze setzt oder dein Bedürfnis kundtust und spürber bist, dann kann es ganz anders wirken, als wenn du sozusagen rein theoretisch denkst.

00:07:44: also jetzt müsste ich das so machen oder so machen?

00:07:46: Ich möchte jetzt eine Grenz setzen oder ich muss jetzt nein sagen!

00:07:49: Ich muss jetzt Konsequenz sein aber das ist nicht spürba für dein Gegenüber.

00:07:55: Das ist was man mir einfach ganz viel klar gemacht hat im Kontakt mit meinen Kindern und auch mit anderen Kindern.

00:08:02: Die Frage, wie führen wir oder wie leiten wir?

00:08:05: Es gibt den Jasper Jule, der relativ bekannt ist so in meiner Bubble ja, der diesen Begriff Leitwölfe nutzt oder er als Erwachsene wir leiten Wir haben eine Führungsrolle aber eben nicht.

00:08:20: Also wir haben eine große Macht und mir ist wichtig, dass wir die nicht missbrauchen.

00:08:25: Weil wir dürfen uns darüber bewusst sein wie schnell wir einfach so ein Kind, so ein kleines Kind insbesondere uns seiner bemächtigen können sozusagen mit allem was wir wollen.

00:08:37: ja dass es mir irgendwann ganz bewusst geworden, als meine Kinder ganz klein waren.

00:08:43: Wow!

00:08:43: Das ist eine Kraft mit der darf ich sehr, sehr sorgsam umgehen.

00:08:47: Die ist mir quasi gegeben dadurch, dass ich Mutter geworden bin aber mit der möchte ich sehr sorgtsam um gehen und deswegen glaube ich diese Beziehungsgestaltung also das die Wahrnehmung, dass du spürbar bist als gegenüber im Kontakt ist extrem entscheidend und dass du auch empathiefig bist auf deinen Mund oder auf dein Kind.

00:09:06: Und spürst was braucht denn gerade das Gegenüber?

00:09:09: Im Laufe der Zeit entwickelt sich das ja.

00:09:11: also wenn ein Kind noch ganz klein ist dann stehen zumindest bei einem Kind diese Bedürfnisse einfach am Vordergrund Essen schlafen trinken nähe Und die Eltern des Kindes wirdest du mehr, kann es selbst für sich Sorgen lernen und auch deine Bedürfnisse als Mama können wieder stärker werden.

00:09:28: Und mehr Raum bekommen.

00:09:30: Das finde ich was ganz wertvolles.

00:09:32: Es würde mich übrigens gerade interessieren wie das bei euch ist?

00:09:34: Bei Hund und Mensch ist das auch so wenn man einen Welpen hat.

00:09:37: oder wie muss ich mir denn das vorstellen?

00:09:41: Ja weil wir Welpen brauchen gute Nerven.

00:09:43: also der Welpe schon sehr viel weiterentwickelt als ein Säugling wenn er einzieht.

00:09:49: Also, der läuft selbstständig.

00:09:51: Der nimmt selbstständige Nahrung auf und so was.

00:09:54: Der ist praktisch schon in einer großen Ausprobierphase wenn er kommt.

00:09:58: Und da sind gerade Hunde Neulinge oft ein bisschen überfordert.

00:10:03: Es ist dann immer so wo ich sage nicht jeden Pups ernst nehmen.

00:10:07: Da kommt man irgendwie am besten durch sondern das ist noch ein kleiner Knirps und den nicht an allen Ecken völlig ernst zu nehmen sondern dem einfach auch die Freiheit zu lassen, sich da drin zu entwickeln.

00:10:26: Aber auch zu gucken wo braucht er denn Hilfe?

00:10:29: Wo braucht der Unterstützung?

00:10:31: Also Unterstützung im Sinne von einem Rahmen den ich ihm biete.

00:10:37: Eigentlich habe ich den Welpen schon in dem Alter, wo die Kinder so ein bisschen selbständiger werden und das eigene Bedürfnis was wir jetzt vorhin beschrieben hast von der Mutter schon wieder mehr da sein kann.

00:10:51: Ja,

00:10:52: aber

00:10:54: was du auch sagst ist sozusagen es braucht einen Rahmen und es braucht nicht dieses super Stringente.

00:11:01: also das darf er und dass darf er nicht und da weiche ich kein Moment von ab so zu sagen sondern ja man darf auch da ein bisschen flexibel sein wenn ich dich richtig verstehe.

00:11:12: In meiner Vorstellung ist es so, oh Gott was ist wenn ich mir jetzt ein Hund in die Familie hole und ich bin nicht konsequent genug?

00:11:18: Ja weil das ist ja doch dann anders als mit einem Kind.

00:11:21: So was mache ich da?

00:11:21: mit dem Kind kann ich sprechen, kann andere Erfahrungen machen aber wie wäre das denn mit einem Hund?

00:11:27: Wie wichtig ist das ganz am Anfang, wenn sich die Beziehung aufbaut zwischen einem Welpen oder auch einem Hund der schon älter ist, der dann zu mir kommt wirklich klar konsequent zu sein und aber auch manchmal Dinge durchgehen zu lassen.

00:11:41: oder wo kommt eben diese Beziehung zwischen dir und dem Tier so stark zum Tragen.

00:11:49: Verstehst du ich meine?

00:11:50: Ja,

00:11:51: also das eine ist dass denke du sagst jetzt, du kannst mit dem Kind sprechen und wenn ich es jetzt ein bisschen weiter fasse dann sage ich du kommunizierst mit einem Hund.

00:12:01: also du sprichst ja nicht nur sondern du kommuniziert auch mit deinem Körper, mit deinen Blick, mit deiner Haltung.

00:12:06: Und genau so kommuniziert natürlich auch mit seinem Hund.

00:12:11: Ja.

00:12:11: Wenn er denn bei dir mal einschießt.

00:12:17: Ich bin da wieder beider Haltungen und das kann sein dass sich Dass ich dem an einem Tag viel mehr Freiheit geben kann als am anderen.

00:12:26: Das ist aber für den Hund okay, weil das lässt grad mehr zu.

00:12:30: Wenn man mit der Familie unterwegs ist und man ist im Urlaub hat man einfach mehr Zeit für die Kinder als wenn man im Alltag gebunden ist so noch viele andere Dinge drum herum sind.

00:12:40: Und dann komme ich zur Frage ja ich muss konsequent sein.

00:12:45: Ja, irgendwie sollte ich natürlich schon konsequent sein.

00:12:48: Ich finde das irgendwie ein falsches Wort immer wieder.

00:12:51: Mich stört dieses Wort immerwieder wenn er es auftaucht weil ich eher der Meinung bin man sollte sich immer überlegen was ist die Haltung jetzt die ich gerade dazu habe?

00:13:06: Und dann gehe ich mit der Situation um und Ich glaube, was für Kinder, was wir uns erwachsen und was für Hunde auch wichtig ist sind Rituale.

00:13:15: Und dass wir Rituaale einhalten.

00:13:18: Aber ich kann sagen der Hund darf grundsätzlich auf Sofa oder darf grundselig ins Bett oder sowas.

00:13:24: aber dann kann es sein gibt's mal eine Situation da möchte ich das nicht wenn zum Beispiel Besuch da ist Wenn ich mich auf dem Sofa ausbreiten möchte oder ich arbeite auf dem SOFA, dann kann ich den Hund nicht brauchen wenn der Hund da liegt.

00:13:40: Ja muss sich jetzt das dem Hund trotzdem gewähren weil er sonst aufs Sofa muss?

00:13:44: Nein!

00:13:45: Jetzt ist die Situation halt gerade anders und das können Hunde aber verstehen, das verstehen ja auch Kinder.

00:13:51: Die Situation ist grad eine andere.

00:13:54: Das heißt es braucht aber sozusagen die Erfahrung immer wieder, okay wenn kein Besuch da ist funktioniert das bei uns so und wenn zum Beispiel besuch da is oder eine andere außergewöhnlichere Situation dann kann es auch mal anders funktionieren.

00:14:09: Im menschlichen Gehirn ist es eher so dass wir nicht von heute auf morgen lernen sondern dass sich diese neuronalen Strukturen im Laufe der Zeit im laufe mit vielen Erfahrungen sozusagen entwickeln und herausbilden und auch dann erst die Möglichkeit besteht für ein Kind dass es sich an gewisse Abmachungen zum Beispiel halten kann oder das eben viele bestimmte Erfahrungen gemacht hat, die ihnen gewährleisten okay so funktioniert's dann und so funktionierts in einer anderen Situation.

00:14:36: Und was ganz häufig vergessen wird ist bei uns auch die Reife vom Gehirn.

00:14:41: Ich war neugierig selbst erstaunt, dass das Gehirnt von einem erwachsenen Menschen eigentlich erst um das dreißigste Lebensjahr vollkommen ausgereift ist.

00:14:51: Das wäre total gestaut.

00:14:52: Es ist irrsinnig lang, ja?

00:14:55: Das fände ich auch spannend, mal zu wissen wie es ist bei einem Hund.

00:14:58: also wann hat er denn die Fähigkeit sich an gewisse Dinge zu halten?

00:15:02: gibt's da so ein gewisses Zeitfenster das er braucht um neue Abläufe zu lernen oder so?

00:15:09: Ja das finde ich sollte man.

00:15:11: also ist sozusagen beim Menschen wichtig zur berücksichtigen und finde das spannend wie es jetzt bei Mensch und Hund isst.

00:15:21: Lernen findet ihr von Anfang an statt.

00:15:25: Und beim Hund sagt man, glaube ich so um das dritte Lebensjahr ist der Hund erwachsen.

00:15:31: Also das ist manchmal auch die Herausforderung von vielen weil wir eine Entwicklung haben, die einfach rasant schnell ist.

00:15:38: also wenn man jetzt noch nie einen Hund hat es kommt ein Welpe und dann ist er halt mit neun Monaten schon in der Pubertäter hat man bei Menschen paar Jahre Zeit sich aneinander zu gewöhnen vielleicht noch mal neun Monate in der Pubertät.

00:15:53: Also das variiert, es sind auch nicht feste Grenzen die da sind.

00:15:56: aber einfach um das ein bisschen verständlicher zu machen nenne ich jetzt mal so pro Formalzeiten und dann ist ja einfach... Dann geht er in eine junge Erwachsenenphase über und in der Zeit finden natürlich enorm viele Entwicklungsschritte statt die ich als Mensch mitgehen sollte.

00:16:15: Und wir haben beim Hund genauso wie bei Menschen in der Pubertät auch, also wir haben natürlich hormonelle Umbauprozesse aber wir haben auch diese neuronalen Umbauprozesse.

00:16:26: und das auch sich da nicht drüber aufzureden wenn der Hund dann vielleicht nicht mal auf seinen Namen hört oder er kann keinen Sitz mehr whatever in der pubertät, sich dann nicht im Kopf drüber zu machen und so denken ah sieh wir gleich bei einer Baustelle aha Also es ist nicht so ernst zu nehmen und ich muss jetzt Konsequenz sein.

00:16:46: Und der Hund muss das jetzt machen?

00:16:48: Nee, also da ein bisschen freier zu werden in den ganzen unterschiedlichen Strömungen wo man zum einen denkt, man muss sehr konsequent sein und auf der anderen Seite wo man dann denkt Ich muss dem Hund unheimlich viel Freiheit geben und für mich ist es so dass ich sage Es ist weder seine noch das andere richtig.

00:17:07: Also es häufig einfach von der Situation abhängig oder auch meinem persönlichen befinden gerade, also nicht jetzt dass ich ständig unterschiedliche Befindlichkeiten haben soll.

00:17:20: aber es könnte sein.

00:17:21: Ich bin krank und dann kann ich einfach nicht so mit dem Hund umgehen wie normalerweise weil ich vielleicht Fieber habe oder auch beim Kind.

00:17:31: Und ein Kind kann sich lernen, darauf einzustellen.

00:17:35: Weißt du?

00:17:35: Dass es in dem Moment gibt's einen Nein.

00:17:38: Also wenn man mit dem Kind im Supermarkt geht und das Kind bekommt ein Eis... Ist das eine Regelmäßigkeit was das Kind daraus ableiten sollte?

00:17:46: immer wenn ich einkaufen gehe und das kind ist dabei gibt es ein Eis?

00:17:50: Nein!

00:17:50: Manchmal gibt es einen Nein.

00:17:53: Ja

00:17:54: ja was ich auch ganz spannend finde.

00:17:56: es fällt mir an der Stelle gerade ein von wegen Du bist krank, also du als Hundemama bist krk oder ich als Mama von Kindern bin krank.

00:18:05: Und diese Idee... Oh mein Gott!

00:18:08: Also bei uns, bei Müttern ist es ganz häufig so, dass sie ja einen Perfektionsanspruch haben.

00:18:14: Ich muss immer irgendwie gut funktionieren und das muss immer alles laufen.

00:18:16: die Routinen müssen eingehalten werden oder was auch immer.

00:18:19: Jetzt wenn ich krank bin geht's nicht.

00:18:20: Ja oh Gott und jetzt bricht alles über mich herein aber Ich finde es total wertvoll, die Perspektive aufzumachen.

00:18:27: Dass in dem Moment wo wir mal nicht so funktionieren... Nicht dass das die Regel sein sollte aber wenn mir mal nicht zu funktionieren unsere Kinder ganz ganz viel lernen können und ganz viel zeigen können was sie auch schon gelernt haben.

00:18:39: ich erlebe zum Beispiel ganz ganz viele Empathie von meinen Kindern.

00:18:42: Wenn ich krank bin dann umsorgen die mich Dann kochen die mir Tee Dann bringen die mir irgendwas Feines zum Essen Dann decken die mich zu Dann machen einfach so ganz schöne Sachen Ja, zeigen einfach ... dass sie empathiefig sind.

00:18:58: Dass Sie mitfühlen, dass Sie sich vorstellen können wie es mir geht und dass Sie selber ja auch schon die Erfahrung gemacht haben.

00:19:05: Sie singen zum Beispiel krank und ich sorg mich um Sie.

00:19:08: Und das da ganz viel implizit sozusagen mitgekommen ist an Wissen, an Erfahrung, an Lernen und eben nicht nur explizit so.

00:19:15: Das darfst du, das darfst Du nicht!

00:19:16: Das musst du so machen, ja?

00:19:18: Und das ist mir was ganz Wichtiges, sehr viel implizit lernen.

00:19:23: Weil bei Menschen findet Lernen hauptsächlich durch Nachahmung und Beobachtungsstadt.

00:19:28: Und das ist eigentlich, dass was hauptsechtlich auf uns einwirkt, viel stärker als das, was wir explizit an Wissen vermitteln.

00:19:37: Was wir unseren Kindern an Regeln mitgeben.

00:19:40: Das finde ich etwas ganz Wertvolles.

00:19:42: Also wie Perspektive zu öffnen für eine andere Sichtweise in so einem Moment

00:19:46: auch?

00:19:47: Unbedingt!

00:19:49: da nicht so an sich an Regeln oder Formen, oder so Vorgaben zu halten.

00:19:56: Sondern manche Situationen erfordern das und erfordert was anderes.

00:20:02: Das ist zum einen der Forder des Empathias.

00:20:05: Für mich ist es auch immer wieder wahrzunehmen, was ist und sich auf die jetzige Situation einzulassen?

00:20:11: Und dann bin ich wieder bei dem, ich brauche das Bedürfnis... von mir, ich muss es kennen und auch das Bedürfnis vor meinem Gegenüber erkennen.

00:20:19: Und dann gucken ist da ein Kompromiss notwendig oder orientiere ich mich mehr an meine Bedürfeness oder vielleicht sogar an den Bedürfs von meinem Gegenber.

00:20:30: Das hat für mich ganz viel mit Bewusstsein zu tun an der Stelle.

00:20:35: Wie kommt jetzt einem Schwert schon die ganze Zeit eine Frage irgendwo vor?

00:20:40: Und zwar würde ich gerne noch mal einen Schritt zurück gehen!

00:20:45: Du hast vorhin gesagt, bei dir hat sich das dann geändert.

00:20:47: Eine Lebenssituation hat sich natürlich geändert als seine Tochter zur Welt kam und bei mir gab es so eine Situation wo sie dieser Bewusstseinswandeln stattgefunden hat.

00:21:00: Hat der bei dir mit der Geburt deiner Tochter angefangen?

00:21:03: Und was war das, was bei dir, ich sage jetzt mal in Anführungszeichen passiert ist, dass ihr immer ein Prozess was dich hat umdenken lassen, also dieser Switch der in unserem Kopf stattfinden muss.

00:21:16: Der passiert nicht sofort aber es braucht ja auch ein Umdenken.

00:21:21: Also es braucht wirklich diesen Switch und das würde mich interessieren wann ist er denn bei dir gekommen?

00:21:29: Ja der hat auf jeden Fall stattgefunden!

00:21:34: Im Grunde genommen, ich habe ja vorher schon viel über... Also ich hab aus vollem Herzen Psychologie studiert.

00:21:39: Ich bin in meinem ersten Leben Bürokaufrau und also ich sage über mein erstes Leben weil das nochmal so was ganz anderes ist.

00:21:46: aber ich habe mir lange überlegt Was ist denn meine Berufung?

00:21:50: Was ist das was ich wirklich machen möchte?

00:21:52: Und dann bin ich auf allen möglichen Wegen dazu gekommen.

00:21:55: dass es Psychologie ist und Psychotherapie ist war auch von Anfang an klar für mich Schon vor dem Studium Und als meine Tochter auf die Welt gekommen ist, war das so.

00:22:04: Ich hatte eine wunderbare Schwangerschaft.

00:22:06: Das war alles irgendwie total schön und gut und angenehm.

00:22:09: Dann kam sie ganz unerwartet per Kaiserschnitt zur Welt.

00:22:12: Es war für mich ein starker Einschnitt.

00:22:14: Also es war im Vergleich zu vielen anderen Geburten von denen ich gehört hab, die nicht so schön verlaufen sind noch relativ moderat.

00:22:24: aber mich hat es extrem beschäftigt weil die Art und Weise wie Menschen auf diese Welt kommen Die Bindungsmöglichkeiten, die wir ganz am Anfang haben sind für mich extrem entscheidend.

00:22:33: Und das hat mich einfach in eine echte Krise gestürzt.

00:22:36: und all diese Vorstellungen und Ideen darüber wie geht man denn jetzt in so einer Situation mit einem Menschen um wie mir?

00:22:47: Also was ist dann wenn ein Mensch eine traumatische Situation erlebt hat Was ziehen denn dann für Techniken, was macht man denn?

00:22:58: Und gleichzeitig der Mensch zu sein dem das wiederfahren ist.

00:23:01: Das war für mich eine verrückte Situation irgendwie weil ich gesagt habe he also so viel von dem was gehört hab is einfach unsinn.

00:23:08: es stimmt für mich so nicht mehr ja es stimmt so nichtmehr.

00:23:12: und andere Sachen wiederum haben gestimmt und ich meine Teil einer traumatischen Erfahrung ist die dass das selbst und weltbild Das ist bei mir passiert und das hat mich einfach total durchgerüttelt.

00:23:23: Es hat dazu geführt, dass ich alles in Frage gestellt habe, was ich vorher gedacht hab, gewusst hab, erlebt hab... ...und nochmal ganz neu sortieren musste.

00:23:31: Und dann letztlich dabei rauskam okay?

00:23:34: Es gibt Dinge, die stimmen weiterhin für mich.

00:23:36: Die kann ich da wieder so ablegen und einsortieren.

00:23:39: Und es gibt Dinge ,die sehe ich ganz anders.

00:23:41: Das ist mir auch egal was irgendeine Wissenschaft in dem Moment dazu sagt sondern mein Herz sagt genau das und das ist das einzige was für mich zählt im Kontakt mit meinem Kind.

00:23:51: Vor allen Dingen ist mir dabei bewusst geworden dass wir ganz viel über Bindung sprechen Aber dass viele Menschen Bindung überhaupt nicht verstehen mit ihrem Herzen, sondern nur im Kopf.

00:24:04: Wir haben hier zum Beispiel gesagt nach der Geburt oder eigentlich vor dem Kaiserschnitt, ja wenn sie wollen können Sie ihr Kind nachher auf die Brust legen und sie bekommen dann so ein Band, kann das Baby da warm und kann gleich bei ihnen auf der Brust liegen und so... Und dann können sie bonden!

00:24:21: Das war auch total wichtig und schön.

00:24:23: Danach wurde ich in einem Aufwachraum als andere Ende der Klinik geschoben Und ich hab gesagt, ich möchte, dass meine Tochter mitkommt.

00:24:30: Dann hieß es, das geht nicht und ich habe so die Lampen gesehen und wurde weitergeschoben und keine Chance.

00:24:35: gut nicht ernst genommen.

00:24:36: Das war eine ganz schwierige Situation weil ich in dem Moment verstanden habe, die verstehen nicht was Bindung ist.

00:24:44: Das ist etwas ganz anderes, was jemand gemeint ist.

00:24:47: Und das hat mich einfach sehr stark überlegen lassen wie möchte ich denn weiter mit Menschen arbeiten?

00:24:54: So hat eigentlich mein Umdenken stattgefunden und hat sich ein bisschen weg bewegt von all den Theorien, Techniken und was man so an die Hand bekommt.

00:25:02: Und Methoden zu hey!

00:25:04: Was fühlt denn dein Mutter Herz für deinen Kind?

00:25:07: Das ist die Art und Weise wie ich mit Menschen arbeite weil es mir selber... Es hat mich wieder geheilt sozusagen.

00:25:14: Ich hatte auch das große Glück dass ich eine andere Mama kannte, die selber auch Ärztin ist.

00:25:20: Die selber eine gleiche Erfahrung gemacht hat wie ich mit der ich mich sehr viel ausgetauscht habe und darüber ist ganz, ganz viel heil geworden.

00:25:27: Und das ist was sich auch einfach anbieten kann dadurch es ganz viel Vertrauen in mich selbst entstanden und auf ne andere Weise als ich's vorher hatte.

00:25:36: so war mein Umdenken.

00:25:40: Ja ich finde es also schön wie du das beschreibst mit wirklich dieser Traumatischen Situationen, die du erlebt hast und wo man dann hingeht und sagt das stimmt mein Weltbild nicht mehr.

00:25:54: Und ich fange jetzt an wirklich neu zu denken dass zu einem wirklich anderen und neuen Bewusstsein führt.

00:26:03: Ja also mich hat es sehr berührt wir haben ja schon mal drüber gesprochen wie dein Umdenken stattgefunden hat und Du hast mir von deinem Hund erzählt und wieder zu dir gekommen ist und diese diese Herangehensweise, die du hattest.

00:26:18: Also nicht so wie man reagiert auf seinen Hund zu reagieren wenn er zum Beispiel andere irgendwie bedroht oder vielleicht auch wenn er irgendetwas tut was er nicht soll oder wenn er sich verlässt oder was auch immer.

00:26:33: aber dass Du hin spürst Was ist denn mit diesem Wesen los gerade?

00:26:38: Dass Du spürtest, was ist da los und dass Du Dich dieser Angst hingibst.

00:26:44: Ich weiß nicht, was passiert wenn ich jetzt anders reagiere als so wie ich sollte.

00:26:49: Aber ich tue es!

00:26:50: Weil dieses Band, dieses Mitfühlen für dieses Wesen so stark ist dass es dich dieser Angst begegnen lässt etwas auszuprobieren das vorher vielleicht niemand wissenschaftlich festgelegt hat und was vielleicht keiner ausprobiert hat oder mir auch immer das so einfach eine menschliche Begegnung ermöglicht, in meinem Fall oder in deinem Fall eine Begehnung von einem Wesen zu einem anderen Wesen?

00:27:14: Ja.

00:27:17: Ich spreche da auch wirklich gerne von Wesen.

00:27:19: Also ich erzähle die Geschichte mal ganz kurzfalls, die jemand nicht kennt also der Fitz, der war neun und neunzig geboren.

00:27:27: damals hat er dann auch mal umdenken stattgefunden.

00:27:29: das ist schon eine ganze Ecke her.

00:27:33: Er ist immer wieder weggelaufen und hat Menschen in einer sehr aggressiven Art und Weise angebellt.

00:27:38: Da ging sie nicht körperlich an, aber er saß vor denen sehr dicht und hat die angebällt.

00:27:43: Und da war noch sehr jung.

00:27:45: also es hat sich so in der Pubertät entwickelt und die Informationen, die ich von außen bekam.

00:27:52: damals wusste man noch weniger weit ausweitaus weniger überlernverhaltenes Hund ist als heute.

00:27:59: Und ich sollte diesen Hund unter Kontrolle bringen und ich sollte ihn unterdrücken, das waren so die Informationen, die ich bekommen habe.

00:28:07: Das habe ich dann am Anfang auch probiert aber das Verhalten wurde nicht besser es wurde immer schlimmer.

00:28:13: Dann an den Punkt zu kommen wo ich sage Ich lasse jetzt alles los was ich weiß was ich bis zu dem Zeitpunkt gelernt habe und ich weiß nicht was mich jetzt erwartet.

00:28:23: aber Es war so ein so ein unbändiger Wille da von diesem Hund zu lernen und zu wissen, der wird es mir zeigen was er braucht.

00:28:32: Da wird wir wieder zu einem Miteinander und nicht uns weiter in dieses Gegeneinander steigern, dass wir dieses Miteinander wieder finden.

00:28:42: Und das ging dann auch gar nicht lange.

00:28:44: deshalb finde ich so wichtig sich immer wieder einzulassen wie wir leben nicht in einer formalen Welt ja Leben verändert sich ständig.

00:28:55: Da kommen wir besser mit, wenn wir immer wieder wahrnehmen.

00:28:58: Wenn wir uns immer wieder einlassen und so auch Verhalten viel leichter verändern können.

00:29:04: Also unser eigenes Verhalten aber auch Verhalten von anderen also in meinem Fall jetzt des Hundes Und das ging wirklich nicht lange.

00:29:13: Das hat sechs Wochen gedauert und dann war es auch wieder... Also dann haben wir wieder eine Ebene gefunden wo auch wieder problemlos frei laufen konnte und er hat das Verhalten dann auch nicht mehr gezeigt.

00:29:27: Das finde ich so wertvoll, immer mal wieder loszulassen neu hinzuschauen und neu zu lernen.

00:29:36: Absolut!

00:29:39: Ich finde es ist unglaublich mutig.

00:29:42: Deswegen habe ich meine Arbeit ja auch Mama Mut genannt, Mama Mut mit Simone aber jetzt habe ich dir zuhör, denke ich, also auch das ist total mutig ein Hund anders zu begleiten.

00:29:54: Und diese sechs Wochen sind ja jetzt rückblickend total kurz, aber wenn man in der Situation ist weiß man nicht ob das sechs Wochen oder sechs Jahre dauert oder nie funktioniert.

00:30:03: Aber es ist so mutig diese Angst auszuhalten den Urteil anderer Menschen zu begegnen in dieser Zeit, was wir als Mütter ja auch viel erleben.

00:30:14: Egal ob du jetzt dein Kind abstimmst oder ob du sich dein Kind in den Kita gibst mit einem Jahr und du willst es aber nicht und andere tun das aber alle und so oder eben in der Art und Weise wie du deinen Hund begleitest.

00:30:26: Aber dass immer irgendwer etwas zu bewerten und zu beurteilen hat, wie du's machen musst das auszuhalten und dann die Angst aus zu halten, es könnte auch schief gehen.

00:30:35: Das finde ich irrsinnig mutig!

00:30:37: Und ist es denn auch etwas was dich in deiner Arbeit begleitet?

00:30:41: Also ist es so wie du auch Menschen mit ihren Hunden begleitest dass du sie in solchen schwierigen Phasen begleittest ja sich da einfach nicht aus der Ruhe bringen zu lassen bei sich zu bleiben andere Formen von Beziehung mit ihrem Hund zu finden.

00:31:01: Ja, ich glaube vor zehn Jahren würde ich jetzt mal sagen oder vielleicht auch vor fünfzehn die Leute da noch ein bisschen überfordert damit mit meiner Arbeit ... Mit meiner Art zu arbeiten.

00:31:15: und Heute gehe ich so ein bisschen andere Wege, dass sich auch sage.

00:31:21: Ich kümmere mich um Persönlichkeitstypen.

00:31:23: welcher Persönlichkeit Typ ist denn der Hund?

00:31:25: Welcher Persöhnlichkeit Typ ist der Mensch?

00:31:27: und also wie finde ich ansätze Menschen noch ein bisschen mehr mitzunehmen, um das was bisher war los zu lassen?

00:31:34: ja Das ist einfach so.

00:31:36: dieses Loslassen birgt halt eine bestimmte Gefahr.

00:31:40: unser Gehirn will das hier auch nicht unser Geirn will in bekannten Wegen sich weiterbewegen.

00:31:47: Obwohl das andere eine Lösung bringen kann.

00:31:50: und wie nimmt man Menschen damit, dass es wird gesagt aus der Bewertung auszusteigen?

00:31:56: Uns bringt die Bewertungen ja gar nicht weiter sondern was uns weiterbringt ist das Öffnen für das Neue, das Öffenen für das was man nicht weiß Und man weiß es nicht.

00:32:08: und genau das macht einem vielleicht auch ein bisschen Angst.

00:32:12: Ja, ich wusste damals nicht wie lange es dauert.

00:32:16: Ich glaube, dass ist noch mal wichtiger Punkt auf den ich gerne eingehen würde.

00:32:20: Den hast du vorhin genannt... uns ein Stück weit darauf einlassen, in deinem Fall auch vom Hund führen zu lassen.

00:32:29: Und ich glaube das ist missverständlich.

00:32:31: ganz leicht nämlich es heißt ja nicht dass der Hund die Führung übernimmt oder auch nicht das Kind die Fährung über nimmt aber dass wir uns einlassen dürfen auf dieses Gegenüber dieses Subjekt und eben nicht dieses Objekt.

00:32:45: davon haben wir schon mal gesprochen.

00:32:48: Wer ist es wirklich und was zeigt dieses Wesen uns wirklich in diesem Moment?

00:32:53: Und dann, uns einzulassen als die, die wir wirklich sind.

00:32:56: Und spürbar zu werden und eigentlich eine eigene Form von Beziehungskultur zu entwickeln!

00:33:01: die auch nicht funktionieren muss, wie du sagst mit unterschiedlichen Persönlichkeiten.

00:33:05: Ja Hunde und Menschen haben unterschiedliche Persönlichkeit.

00:33:08: das heißt nur weil es zwischen dir und deinem Hund gut funktioniert heißt es nicht dass es zwischen deinem hund und einem anderen menschen genauso funktioniert weil das eine andere Beziehung ist.

00:33:18: und so ist es eben bei uns Menschen auch.

00:33:19: ja mit also wenn man Geschwisterkinder nennt Das kann total unterschiedlich funktionieren, wie es mit einem läuft und wie's mit dem anderen läuft.

00:33:27: Weil beide unterschiedliche Persönlichkeiten sind und wir zu einer anderen Form von Beziehung stehen.

00:33:32: Und das finde ich total entscheidend.

00:33:33: und auch noch mal wie vorhin diese Differenzierung mit der bedürfnisorientierten Erziehung.

00:33:39: Es geht nicht darum dass wir unseren Kindern oder unseren Hunden die Führung überlassen und dass sie uns letztlich an der Leine oder andere Nase rumführen oder so sondern Führung übernehmen, indem wir unser Gegenüber wirklich kennenlernen und ihm wirklich begegnen.

00:33:57: Und daraus eine Führungen entwickeln und das heißt manchmal auch kurzfristig die Leine lockerzulassen sozusagen ja also überhaupt erstmal sichtbar werden zu lassen.

00:34:06: der ist denn das gegenüber.

00:34:08: was bringt er denn mit?

00:34:09: oder sie?

00:34:11: Ja und auch so ein Weg des Kindes mal mitzugehen.

00:34:14: Also ne Idee wo man den... Das ihr auch sofort bewertet, ah das ist blödsinnig!

00:34:20: Ja, das muss man nicht gehen und zu sagen ich habe jetzt gerade Zeit.

00:34:23: Und jetzt gehe ich den Weg des Kindes mal mit was entwickelt sich denn da draus?

00:34:27: Was entwickelt sich bei mir?

00:34:29: Kriege ich dann eine neue Erkenntnis und

00:34:32: das

00:34:32: Kind kriegt aber die Freiheit dass es auch mal was entscheiden kann, dass es in Führung geht.

00:34:39: Das finde ich so extrem wichtig!

00:34:42: Genau, es

00:34:43: hat

00:34:45: etwas mit Selbstwirksamkeit zu tun.

00:34:47: Und das ist ja wieder die Haupteigenschaft eigentlich, die wir brauchen damit wir uns nicht ausgeliefert und kontrolliert fühlen.

00:34:54: Damit wir über unser Leben Verantwortung übernehmen können und selbst über unser leben auch bestimmen können.

00:35:02: Das finde ich einen ganz entscheidenden Punkt.

00:35:06: Ich nenn's den dritten Raum der sich auftut zwischen dir und mir, indem wir jetzt über völlig unterschiedliche Dinge miteinander sprechen.

00:35:14: Da tut sich ein neues Bewusstsein auf aus meiner Babel raus, aus deiner Babel heraus rein in noch etwas Drittes was über uns ist und das nur entstehen kann weil Du und ich miteinander sprechen und offen sind für einander.

00:35:29: Und für das Gegenüber, eine andere Haltung oder eine andere Lebenssituation mit Hund und Kind wie auch immer.

00:35:35: Und einfach mal schauen was können wir denn daraus lernen?

00:35:38: Das ist mit unseren Kindern und wahrscheinlich eben mit unseren Hunden in meinen Augen genauso.

00:35:42: Es ist ein wunderbarer dritter Raum der sich eröffnet wenn wir einander wirklich begegnen so von Wesen zu Wesen.

00:35:50: Das finde ich jetzt ein wunderbaren Abschluss für unseren Podcastfolge heute, wo wir versucht haben die Zuhörenden mal so'n bisschen mitzunehmen.

00:36:01: Es entwickelt sich gleiches aus unterschiedlichen Bereichen.

00:36:05: ja es geht um Bewusstsein und darum wird's auch gehen wenn wir uns zukünftig unterhalten.

00:36:11: wie können wir mehr Bewusstseins entwickeln?

00:36:14: Und dadurch authentischer werden Kinder gegenüber, Runden gegenüber anderen Wesen, egal gegenüber.

00:36:23: Ja vielen Dank liebe Simone für dieses tolle Gespräch und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

00:36:29: Danke Susanne!

00:36:30: Ich freue mich auch total.

00:36:31: Hast du denn schon einen kleinen Vorgeschmack wo wir das nächste mal anknüpfen wollen?

00:36:37: Für die ist jetzt wirklich interessiert.

00:36:40: Ich glaube Sicherheit ist so ein Thema Selbstwirksamkeit wäre es auch und ich würde vielleicht gehört das zusammen und es sind die Bedürfnisse insgesamt.

00:36:52: Schön vor mich!

00:36:54: Ja, dann bis zum nächsten Mal.

00:36:56: Ciao ciao!

00:36:56: Bis zum nächsten mal, ciao Susanne!

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