10 Ich schaff’s: Vom Problem zur Fähigkeit
Shownotes
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Workbook von Susanne: Workbook Persönlichkeitstypen Mensch und Hund
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00:00:00: Hallo, heute geht es um zwei kleine Worte in denen erstaunlich viel steckt.
00:00:04: Ich schaff's!
00:00:06: Zu Gast ist Stephanie Haagetei, Pädagogin und Schauspielerin die in ihrer Arbeit mit Kindern die Methode ich schaffs von Ben Fuhrmann nutzt.
00:00:16: Wir wollen darüber sprechen was geschieht wenn wir nicht länger darauf schauen was jemand nicht
00:00:22: kann
00:00:22: sondern darauf welche Fähigkeiten entwickelt werden können Und was genau das mit uns Menschen unseren Hunden und unserem gemeinsamen Lernen zu tun hat.
00:00:37: Liebe Steffi, freue mich total auf die Podcastfolge heute!
00:00:41: Und was du da an Erfahrung alles mitbringst?
00:00:44: Hallo!
00:00:45: Hallo Susanne, hallo!
00:00:47: Bevor wir in die Methode einsteigen ich schaff's magst Du mal kurz erzählen was Du beruflich machst und was diese Lerninsel, die Du an der Schule Betreibst fällt mir jetzt ein, die du da fühlst was du da machst.
00:01:07: Übrigens arbeite ich mit der Methode von Ben Fuhrmann seit gut einem Jahr.
00:01:12: ja also Ich bin da nicht in super Crack aber Die Methode hat mich so überzeugt und ben fuhrmann seinen Ansatz Da war sehr überzeugend für mich anfang an.
00:01:22: Ich leite wie Du gesagt hast die Lerninsel In einer Grundschule Primarschule in der Schweiz und ich arbeite mit Kindern, die sich im Klassenverband also in der Schule einen sogenannten Missfit erleben.
00:01:40: Also irgendwas funktioniert in der Schule nicht zwischen Schule und Kind und das äußert sich auf den Verhaltensauffälligkeiten des Kindes, Konzentrationsschwächen.
00:01:54: Das Kind ist unglücklich wenig in die
00:01:56: Schule.".
00:01:56: Also das ist sehr breit gefächert wie dieser Misfits sich zeigt.
00:02:02: und die Kinder kommen dann zu mir auf die Lerninsel.
00:02:05: ich habe eine Zimmer, ein kleine Turnhalle, eine Mini-Tornhalle in der ich arbeite einzeln mit Kindern oder mit Kleingruppen.
00:02:15: nachdem wenn Kinder das gleiche Thema haben die gleiche Situation erleben arbeite ich auch in Kleingruppen.
00:02:22: Und ich arbeite eben an Fähigkeiten, das heißt sie erleben eine Situation oder die Lehrpersonen erleben Eine Situation In der Schule Die Probleme macht in der Klasse.
00:02:37: Ich weiß nicht.
00:02:37: zum Beispiel ein Kind kann sich nicht konzentrieren Trommelt auf dem Tisch setzt sich unter den Tisch und so weiter Kann sich nicht Konzentriert ruhig sein.
00:02:47: Und das Kind kommt dann zu mir auf die Lerninsel freiwillig.
00:02:51: Das ist ein sehr wichtiger Punkt, also es wird mit dem Kind besprochen.
00:02:55: Du sag mal, das ist jetzt schwierig für die Klasse und auch aus meiner Sicht was meinst du?
00:03:05: Und das kind spürt ja meistens einen Leidensdruck und möchte etwas verändern Und kommt dann auf die Lerninsel und formuliert eine Fähigkeit.
00:03:15: Also was kann ich denn lernen, damit ich diese Situation besser in den Griff bekomme?
00:03:21: Beziehungsweise dass ich schlussendlich geht es auch oft rum das ich funktionieren kann im Schulalltag
00:03:29: also weil der Schüler oder die Schülerin so ne Dysfunktionalität tatsächlich in sich erlebt.
00:03:38: ja Können sie die Kinder nicht benennen?
00:03:41: Sie bekommen einfach einen Feedback von den Erwachsenen.
00:03:44: Einfach mal, das geht nicht oder du musst aufpassen.
00:03:47: Du musst aufstrecken bevor du sprichst.
00:03:50: Du muss ... Ja, müssen ja ganz viel, die Kinder jeden Tag und das generiert.
00:03:57: viele sind resilient gegen dieses.
00:04:00: Ich muss und du musst.
00:04:01: Wie meisten Kinder denke ich haben eine hohe Resilienz aber viele Kinder haben das eben nicht und es geht darum eigentlich diesen Kindern zu zeigen, eh der Leitensdruck.
00:04:13: Der muss nicht sein.
00:04:14: du kannst da was tun.
00:04:16: Du kannst lernen mit dieser Situation umzugehen, du kannst Fähigkeiten lernen, du kannst zum Beispiel lernen ein und ausatmen und dich beruhigen anstatt reinhauchen.
00:04:28: das ist etwas das kannst du lernen.
00:04:30: oder du kannst Lernen aufstrecken klein schrittig einfach üben.
00:04:36: du brauchst vielleicht auch Helfer die dir zur Seite stehen.
00:04:40: Du bist nicht alleine mit
00:04:41: dem.".
00:04:43: Also wenn du von Helfern sprichst, meinst du Ressourcen die das Kind in sich hat?
00:04:48: Ja!
00:04:48: Das Kind hat auf jeden Fall Ressoursen in sich.
00:04:51: aber ich meine jetzt in der Methode von Ben Fuhrmann arbeiten wir ja in fünfzehnt Schritten.
00:04:57: D. h., das Kind wählt sich zuerst eine Fähigkeit dann schauen wir gemeinsam wer kann dir dabei helfen diese Fähigkeiten zu lernen?
00:05:06: Und das können Kinder aus der Klasse sein, wenn man irgendwie ein Geheimzeichen ausmacht.
00:05:11: Zum Beispiel, wenn das Kind aufgestreckt hat bevor es geredet hat, sag ich jetzt mal... Dann können die Helfer in der Kasse oder die Lehrperson auch das Kind loben.
00:05:22: Sei das mit Worten oder mit einem geheimen Zeichen!
00:05:26: Das Helfer-Team ist enorm wichtig in dieser Methode.
00:05:30: Es können auch die Eltern sein und zu Hause das Kind loben Wenn er sich das gut gemacht hat, wenn es zum Beispiel warten kann bevor es spricht oder was auch immer.
00:05:44: es gibt da tausend Beispiele.
00:05:46: Aber dieses Helfer-Team ist enorm wichtig weil das stärkt das Kind auch
00:05:53: und
00:05:54: Und es wird gelobt, also das Helfer-Team ist auch darauf dann wirklich ausgerichtet.
00:06:00: bzw.
00:06:01: man bespricht an wie kannst du helfen?
00:06:03: oder wir könnt dir helfen und macht dann gewisse Codes ab, Komplimentencodes.
00:06:12: Da gibt's dann auch so ein Followup.
00:06:14: Also wir machen immer einen Feedbackstrich Und dann schätzt sich das Kind in der Woche eins ein.
00:06:22: Wo stehe ich jetzt mit dieser Fähigkeit?
00:06:24: Ich kann aufstrecken, ja heute bin ich noch auf einer Eins und mit dem Helferteam zusammen.
00:06:30: schaut man danach zwei drei Wochen okay wir haben jetzt geübt in der Klasse.
00:06:33: wo stehst du jetzt?
00:06:34: Meistens ist es auf jeden Fall ein kleiner Fortschritt erkennbar und das visualisieren wir dann Auf einem Zahlenstrahl sagen wir jetzt mal.
00:06:44: Oder auf einem Berg, den es geht hochzuklettern und oben ist das Ziel erreicht.
00:06:49: Es wird mir gleich eine andere Methode noch ein, die Smart-Methode.
00:06:52: also muss messbar sein an der Stelle.
00:06:54: Der Erfolg sollte messbar seien?
00:06:57: Ganz genau!
00:06:58: Das ist ein ganz ganz ganz wichtiger Punkt.
00:07:01: Der nächste kleinste Schritt muss erkannt werden und da werde ich als Lerncoach oder als Pädagogin wieder gefragt Meine Aufgabe ist es auch zu erkennen, okay das Fernziel ist jetzt aufstrecken können.
00:07:18: Welcher kleinste Schritt ist denn jetzt möglich?
00:07:20: Immer aufstreckend ist sicher eine Überforderung am Anfang und dann mache ich mit dem Kind ab also was kannst du dir vorstellen?
00:07:27: Was ist der nächste kleinste schritt den du schaffen könntest?
00:07:32: Einmal pro Morgen aufstrecken oder zweimal pro Vormittag aufstreken Und dann steigern wir das ganz langsam.
00:07:42: Diese kleinsten machbaren Schritte, daran hat es auch oft bei mir.
00:07:50: Ja, wenn ich mit der Methode arbeite oder wir werden später auch auf die Hunde Erziehung zu sprechen kommen in den Übungen, die wir ja auch zusammen gelernt haben mit meinem Schulhund.
00:08:01: Ich überfordere oft die Kinder, indem ich schon so weit bin und sehe schon das Endergebnis.
00:08:07: Und dadurch mache ich zu große Schritte.
00:08:10: Diese Gefahr ist sehr groß – auch in der Arbeit mit Kindern!
00:08:14: Also immer das Kind rückfragen, was kannst du dir denn vorstellen?
00:08:17: Bis wo schaffst du es.
00:08:19: Was kannst du schaffen?
00:08:21: Dann schauen wir das an übendass Feedbacken das und dann geht es weiter zum nächsten Schritt.
00:08:28: Ja vielleicht fügen wir da gerade eine Schleife ein, also du hast bei mir die Schulhunde Ausbildung gemacht, setzt deinen Hund Sami in der Schule auch auf den Lerninseln mit ein.
00:08:38: Da kommen wir vielleicht später noch dazu was der Sami dafür eine wichtige Rolle spielt in dem Ganzen oder wie du ihn da einsetzt.
00:08:45: aber mit dem Kleinschrittigen ist es tatsächlich so.
00:08:48: deshalb haben wir uns ja auch gedacht, ah, wir können einen Podcast machen.
00:08:52: Weil wir so viel gemeinsam haben an der Stelle in der Arbeit mit Kindern und in der Arbeit mit Hunden.
00:08:58: Und gerade dieses Kleinschrittige was du da jetzt gerade erwähnt hast ist es natürlich das, was tragend ist für dieses Ganze.
00:09:08: immer wieder diese Kommunikation, dieses Zuhören, dieses Abklären.
00:09:13: wo steht denn mein Gegenüber?
00:09:16: Genau!
00:09:16: In meinem Fall der Hund oder es sind meine Kunden und in deinem Fall sind's eben die Kinder.
00:09:23: Und da habe ich einen Satz gehört von Ben Fuhrmann, den ich wunderbar aufwinde, catch them doing good.
00:09:33: also im Bezug auf das kleinstmögliche, auf dem kleinst möglichen Baby-Step nennt er das wenn er erreicht ist kommt ein Lob.
00:09:43: ja du hast es geschafft.
00:09:44: den kleinen Schritt hast du geschafft statt jetzt im Alltag draufzuschauen, was funktioniert nicht.
00:09:52: Versuche ich diese Situationen hervorzuheben und zu suchen, indem das Kind etwas wirklich schafft, was er sich vorgenommen hat.
00:10:00: Und das dann zu loben.
00:10:02: So, catch them doing good!
00:10:04: Das finde ich ... Kann ich mehr so als Mantra vornehmen?
00:10:07: Weil ich selber kenne das von mir auch.
00:10:09: Ich seh schnell die Probleme oder was nicht läuft und so... hat auch seine Gründe, warum wir so funktionieren.
00:10:16: Das habe ich dann irgendwie nochmal ge-gugelt.
00:10:19: Warum sind wir so problemfokussiert?
00:10:21: Aber das ist ein anderes Thema.
00:10:24: Aber diesen Ansatz, das überzeugt mich auch an dieser Methode dieses Gucken auf das was funktioniert und das dann entwickeln.
00:10:32: Und wenn Vorman sagt zum Beispiel, dass Verhalten jetzt eines Kindes kann ich am besten beeinflussen oder verändern, indem ich lobe.
00:10:42: In dem ich loben wenn es was Gutes tut weil dann weiß das Kind in diese Richtung geht's anstatt jetzt bestrafen und rügen wenns nicht passt.
00:10:52: dieses wirklich aktive positive Feedback ist die effektivste Methode um das Kind ja zu Verhaltensveränderung zu führen sagt er immer wieder
00:11:05: Das überschneidet sich ja genau, was wir bei den Hunden auch erleben.
00:11:11: Wenn wir verhaltensauffällige Hunde haben, dann ist es so wichtig die Zuloben für Dinge, die sie richtig machen und nicht weiterhin immer wieder mitzuteilen, was sie falsch machen.
00:11:23: Und das ist eine Überschneidung!
00:11:26: Wir sind jetzt schon in diese Methodik von wenn Vormann eingestiegen.
00:11:31: Was ist denn so der Grundgedanke hinter dieser Methode, ich schaff's?
00:11:35: Was möchte er uns mitgeben als hauptsächliche Botschaft.
00:11:40: Also ich denke die Hauptbotschaft ist dass ich eine Situation habe ein sogenanntes Problem und dieses Problem kann ich in eine Fähigkeit umwandeln.
00:11:52: Ich kann in jedem Problem eine Fährigkeit suchen die ich entwickeln kann, es fehlt mir eigentlich eine Fähigkeit wenn ich ein Problem habe.
00:12:01: Ich bin da nicht einfach krank oder ist halt so oder ich bin ein Dödel sondern das Problem wird erfasst angeschaut und die Fähigkeiten dazu gesucht trainiert und gelernt und das Problem verschwindet dadurch im besten Fall.
00:12:17: ja.
00:12:18: Also ich suche nicht in erster Linie nach Gründen, die zum Problem geführt haben.
00:12:22: Sondern der Fokus ist auf das was sich entwickeln kann, auf das positive.
00:12:28: Ich
00:12:28: denke, dass es der Grundgedanke... ...ich kann etwas tun und hat auch mit Selbstwirksamkeit zu
00:12:34: tun.
00:12:34: Total!
00:12:35: Ja.
00:12:35: Ich
00:12:35: bin nicht abhängig.
00:12:37: Ich habe jetzt nicht einfach... ich sage mal eine ADHD-Agnose und bin vielleicht krank.
00:12:44: Und dann fühle ich mich so als Opfer oder auch sonst irgendwie ein Stempel, muss jetzt nicht eine Diagnose sein.
00:12:52: Die haben ja jede Berechtigung die Diagnosen.
00:12:55: aber einfach um zu sagen das Kind spürt sich nicht in einer Opferrolle sondern wird zum Täter im positiven Sinn.
00:13:05: Es kann was tun und wird so selbstwirksam und seine Selbstbewusstsein wird auch gestärkt.
00:13:13: Also was da mir stehen immer wieder Bilder Was da jetzt gerade so entsteht, ist das weg vom Objekt hin zum Subjekt.
00:13:22: Also an einem Objekt weiß ich so in dem Erwachsene rumprobieren möchten wie sich das Kind verändern kann weil es ein anderes Verhalten zeigen soll und aber hin zum subjekt dass das Kind selbst entscheidet was kann ihm helfen?
00:13:37: Weil das Kind ja am besten weiß welche Fähigkeiten es entwickeln kann.
00:13:42: Ja, also nicht jedes Kind kann die Fähigkeit an den Worten fassen.
00:13:46: Was es genau braucht?
00:13:47: Das kommt natürlich sehr auf das Kind drauf an.
00:13:49: Es gibt Kinder, die wissen sofort ja ich will lernen Provokationen an mir abprallen zu lassen.
00:13:55: Die machen das Ratsfahrtsformulieren und ihre Fähigkeiten.
00:13:59: Aber da gibt es auch Kinder, die gerade sehr belastete Kinder in einem Teufelskreis drin sind, die wirklich große Probleme haben.
00:14:07: Vielleicht auch zu Hause großen Belastungen ausgesetzt sind und das in der Schule nicht funktioniert.
00:14:15: Die finden sich ganz generell einfach französisch wie Nudel.
00:14:23: Nichts wert, ich kann nichts und sowieso.
00:14:25: Ich kann auch nicht lernen
00:14:27: und
00:14:28: dass der Selbstwert ist am Boden zerstört.
00:14:30: Und da geht es schon natürlich zu schauen was kannst du denn?
00:14:35: Du meinst zwar du kannst nichts aber du kannst sicher viele Dinge und das machen wir mit einer Selbsteinschätzung ganz am Anfang meiner Arbeit und da sieht das Kind okay Kann ja doch was und lernt so unterscheiden.
00:14:48: Ja was kann ich jetzt wirklich noch nicht oder was Kann ich noch nicht so gut?
00:14:53: Also vielen Kindern muss sich da schon auch helfen oder unterstützend einwirken.
00:15:01: Ist nicht so, dass jedes Kind einfach gerade weiß aber die Kinder haben ein sehr gutes Gespür dafür.
00:15:07: also wenn sie das mal entdeckt haben Ich kann eine Fähigkeit lernen Sie mal in diesen Denken drin sind Dann kommen sehr viele mit Ideen, auch mit Übungsideen wie sie das üben könnten.
00:15:22: Also das Helfer-Team hat dann immer Ideen wie geübt werden kann zum Beispiel in der Klasse.
00:15:30: Also du hast jetzt gerade vorhin Selbstwirksamkeit erwähnt.
00:15:32: ich finde ja dass es das unterschätzteste und am wenigsten beachtete Bedürfnis ist dass wir haben.
00:15:40: also wir als Erwachsene die Kinder haben das und Hunde haben das natürlich auch und Es ist so wichtig daran zu arbeiten.
00:15:49: Und gerade das, was du jetzt beschrieben hast finde ich ist so wichtig dafür dass die Kinder diese Selbstwirksamkeit erleben.
00:15:57: sie kommen auch selbst drauf also auch wenn das Helfer-Team am Anfang unterstützt aber dass dann diese Ideen sprudeln können und Kinder können das ja noch sehr viel mehr als Erwachsene.
00:16:09: unser Gehirn spielt da ja manchmal verrückt wie auf den Steinen in dem Weg Oder auch Erfahrungen, die wir gemacht haben.
00:16:16: Glaubenssätze.
00:16:17: Aber Kinder wenn man so das befreien kann dass diese Ideen sprudeln Dass es für mich wirkliches geschenkt was uns selbst Wirksamkeit gibt.
00:16:26: oder wie ist da deine Erfahrung?
00:16:28: Ja sehr also nach der Lerninsel Arbeit gehen eigentlich alle Kinder total glücklich zurück in die Klasse, weil ich gezielt dieses Vertrauen fördere in die eigenen Fähigkeiten natürlich auch im Einzelsetting.
00:16:44: Die haben dann wirklich die volle Aufmerksamkeit.
00:16:49: Ich denke auch die Kinder, die genießen das sie erfahren dass sie Vertrauen aufbauen können in die eigene Fähigkeit Und das macht sie dann auch zu einem schlussendlich selbstbestimmten Menschen später.
00:17:05: Die machen die Erfahrung, ich habe ein Problem aber ich kann das mit Hilfe und aus eigener Kraft auch lösen.
00:17:12: Die Kinder macht das glücklich.
00:17:16: Manchmal
00:17:16: schneller manchmal braucht es mehr Zeit.
00:17:19: Es ist so, dass die Kinder können es aus eigener Kraft lösen und du sprichst aber auch von diesem Helfer-Team das damit dabei ist.
00:17:27: Dass ja auch so eine Belastbarkeit.
00:17:29: also Vertrauen, Verbindlichkeit sind ja auch Themen in unserer Zeit heute, die nicht immer so ganz groß geschrieben sind oder dass wir eben schnell misstrauisch sind und das Vertrauen nicht da ist und Verbindlichkeiten unsere Zeit bröckelt auch immer mehr.
00:17:45: Haben die Kinder da auch in dieser Methodik so etwas, dass dieses Helfer-Team diese Unterstützung des Helferteams belastbar ist?
00:17:54: Also das da Vertrauen entsteht in Verbindung mit dem Helfer Team und dass da auch eine Verbindlichkeit da ist.
00:18:02: Und das wiederum eben sehr viel mehr Sicherheit in den Kindern erzeugt.
00:18:07: Auf jeden Fall!
00:18:09: Das betreffende Kind wählt sicher die Helfer selber aus.
00:18:13: Das Kind muss die Helfer anfragen.
00:18:14: Möchtest du mich unterstützen, meine Fähigkeit zu lernen?
00:18:18: Und dann wenn die Kinder einverstanden sind werden sie zu helfen und Helferinnen.
00:18:25: Insofern ist da sowieso schon eine Beziehung da.
00:18:29: Also ich denke das ist ein wichtiger Punkt.
00:18:31: Beziehungen ist sowieso ein ganz wichtiger Punkt.
00:18:33: Ich lass mir am besten, am liebsten von Menschen helfen, die mich verstehen.
00:18:39: Ja also hier geht es so oder die mich ernst nehmen, von denen ich mich ernst genommen fühle auch.
00:18:46: Jetzt habe ich gerade den Vaten verloren.
00:18:48: was war deine Frage?
00:18:50: So ob sich Vertrauen und Verbindlichkeit... mehr entwickeln können.
00:18:54: Also das ist auch gerade von Beziehungen gesprochen, ich finde Beziehung sind heutzutage nicht mehr so sehr belastbar und da sind ja auch Erfahrungen die Kinder machen.
00:19:04: also wir leben in einer verrückten Welt oder in einer verrückten Zeit wo ganz viele Dinge von außen ja auch belastend sind und dass es ja für Beziehungs auch belasten aber auch diese Werte von Verbindlichkeit und Vertrauen Ich finde die reduzieren sich immer mehr Respekt zum Beispiel auch.
00:19:24: Also so ein Wertebewusstsein vielleicht ganz generell, kriegen die Kinder mit?
00:19:30: Das war die Frage, die dahinter steckte ist das ganze belastbar?
00:19:36: also dass was ich mir suche meine Helfer, die ich mir aussuche es führt das zu einer belastbaren Beziehung.
00:19:44: Das finde ich für Kinder so wichtig, das finde ich auch für Hunde so extrem wichtig
00:19:50: Wie belastbar diese Beziehungen sind, das ist ja auch sehr unterschiedlich.
00:19:55: Und es ist auch sehr anders wie die Helfer-Teams arbeiten.
00:19:59: Es gibt Kinder, die nehmen das sehr, sehr ernst und sind dann wirklich so ein Peer oder werden zu einem Body und sind da wirklich nah dran und übernehmen Verantwortung.
00:20:11: Andere Kinder müssen in diesem Prozess begleiten.
00:20:15: Da kommt's auch stark darauf an, Jetzt mal ganz realistisch gesagt, wie viele Lektionen habe ich zur Verfügung um dieses ganze Team begleiten zu können.
00:20:27: Gehe dann auch oft nach der ersten Aufbauarbeit in die Klasse und schaue, wie funktioniert denn dieses Helfer-Team?
00:20:33: Nehmen Sie Ihren Job ernst?
00:20:36: Tun die auch wirklich was für Unterstützung?
00:20:39: Also das ist ein Prozess, das ist nicht einfach da!
00:20:42: Da muss man den Kindern schon Start begleiten, sonst flutscht das wie weg.
00:20:47: So am Anfang ist die Begeisterung groß und die meisten Kinder helfen ja sehr gerne.
00:20:52: aber so dieses Üben und Trainieren von einer Fähigkeit und da wirklich dranbleiben als Unterstützer dass muss gecoached werden meistens also von mir jetzt damit sich es nicht verliert.
00:21:06: Es braucht von deiner Seite noch eine Unterstützung, dass das so was belastbarm wird also dass das Kind lernt.
00:21:14: ich kann mich da drauf wirklich verlassen?
00:21:17: Ich denke schon, dass meine Aufgabe ist auch zu schauen eben vielleicht fühlt sich jetzt ein Kind in dieser Helfergruppe plötzlich überfordert, damit diese Verantwortung übernehmen zu müssen.
00:21:29: Das haben wir auch schon Lehrpersonen gesagt.
00:21:31: ich habe so einen super sozial kompetentes Kind das möchte allen immer helfen und setzt sich dadurch total unter Stress.
00:21:40: da muss man schon sehr feinfühlig sein wenn man diesen Prozess führt dass man guckt ja okay du hast das Kind zwar ausgewählt als Helferin aber Ich glaube, die sind jetzt gerade irgendwie überfordert oder wie geht es hier damit?
00:21:51: und dass man vielleicht dieses Helferkind dann auch ersetzen kann oder pausiert.
00:21:56: Das ist ein Prozess da, das sind wir als Coaches auch gefragt zum Gucken.
00:22:03: Immer wieder ein Step back und schauen, wie funktioniert's denn?
00:22:07: Was braucht ihr damit... gut läuft und damit wir die Fähigkeit weiterhin gut entwickeln und trainieren können.
00:22:15: Ja, also du hast jetzt gerade gesagt diese Wahrnehmung zu den Kindern hin?
00:22:19: Also zu dem Kind das du betreuest aber auch zu den Kinder die im Helfer-Team sind?
00:22:24: Das ist ja für dich auch immer wieder extrem wichtig die Perspektive wechseln zu können.
00:22:29: Wie geht es jetzt dem Kind gerade das im Helfertiemen ist Und wie geht es dem Kind natürlich auch weiterhin bei dir in der Lerninsel ist.
00:22:38: Also Perspektivenwechsel ist da ja auch immer wieder eine Herausforderung für dich, dass du dich in dieses andere Wesen sage ich jetzt mal in dein Gegenüber reinversetzt?
00:22:50: Ja, so gut es geht!
00:22:54: Ist immer, ich finde Perspektivewechsel ist immer eine Herausforderungen und das ist auch das was wir bei den Hunden brauchen die Perspektives zu wechseln Mal aus Sicht des Hundes zu schauen.
00:23:04: und beim Hund heißt das jetzt nicht, ich gehe auf alle Viere und krabbel dann am Boden rum.
00:23:10: Und dann habe ich mal die Perspektive des Hundens eingenommen sondern es geht wirklich darum den Hund aus seiner Sicht zu verstehen also die eigene Bubble praktisch zu verlassen und sich in die Bubble des Bundes zu versetzen oder in die bubble des Kindes zu versetzten oder in die Bubble meines Kunden zu versetzen.
00:23:31: Das ist für mich auch immer wieder die Herausforderung, die Perspektive dahin zu wechseln.
00:23:36: Wie gehst du damit um?
00:23:38: Wenn du merkst ... Da ist jetzt ein Kind in der Helfergruppe zum Beispiel, das es überfordert.
00:23:43: Gehst du dann ins Gespräch mit dem Kind?
00:23:47: Bietest du dem Kind eine Unterstützung?
00:23:50: Ja auf jeden Fall!
00:23:52: Sprechen wir darüber entweder in einer Helferteamsitzung.
00:23:56: Auch einzelnes habe ich jetzt zwar noch nie erlebt, weil es eigentlich immer gut funktioniert hat.
00:24:01: Das war nie ein Thema bisher aber da würde ich das schon ansprechen.
00:24:05: wie geht's dir als Helferin?
00:24:08: Fühlst du dich da wohl dabei?
00:24:10: und dann schlussendlich entscheidet dann das Kind.
00:24:14: also ich kann das sagen mal ich funktioniere so dass wenn ein kind mir sagt ja ich schaffe das Dann glaube ich, dass dem Kind einfach mal, dass es es schafft.
00:24:25: Und da sind wir halt auch dann in systembedingten Geschichten wieder drin.
00:24:31: Dass es dann Lehrpersonen gibt die finden was anderes und ... muss ich so ein bisschen wie gegen das System ankämpfen, beziehungsweise ich dachte ja im Zweifel für den Angeklag.
00:24:44: Also quasi wenn das Kind mir das sagt glaube ich dass auch wenn jetzt die Lehrperson findet das Kind ist überfordert.
00:24:52: Das sind dann so Diskussionen.
00:24:54: da muss sich dann so Mittelwege finden.
00:24:57: also auf jeden Fall hat es nämlich richtig gut einmal Es hinführt zu dem Weg Dass die Kinder sich gesehen und gehört fühlen Wenn sie bei dir in der Lerninsel sind.
00:25:07: Das wäre das Ziel, ja.
00:25:10: Aber das Ziel wäre eigentlich, dass sie soweit gestärkt werden... Dass alle resilient werden gegen den Druck von aus und das ist so mein Ziel.
00:25:23: Dass sie trotz ihren Fähigkeiten, die sie noch entwickeln sollen oder sollten oder können, im Schulalltag sich einbringen können auf eine positive Weise oder zumindest gut durch die Schulzeit durchkommen.
00:25:42: Du hast jetzt am Anfang von einem Kind erzählt, mit dem das es sich meldet also dass es aufstreckt?
00:25:47: Was ist denn so'n Ziel, dass das Kind dann erreichen möchte?
00:25:51: oder was ist ein Ziel einer Fähigkeit wenn das klein schrittlich aufgebaut wird, dass eben das Kind oder du erreichen möchtest?
00:26:01: wenn es sich melden möchte im Unterricht, dass sie sich meldet oder das es zehnmal am Tag sich melde.
00:26:09: Oder was ist so ein Ziel?
00:26:10: Gibt's auch Zielformulierungen?
00:26:12: Also es gibt ja in den kleinen Schritten Zielformulierung aber wird am Anfang auch ein Ziel formuliert wo man am Ende hinmöchte?
00:26:20: Ja auf jeden Fall.
00:26:23: Ich arbeite jetzt gerade zur Zeit mit einem Kind.
00:26:26: Das verweigert die Arbeit, die Mitarbeit, das Verweigerung.
00:26:29: wenn es von den Lehrpersonen korrigiert wird, wird es sauer oder wütend und macht quasi den Laden runter und ist nicht mehr ansprechbar.
00:26:40: Und das Thema war so auch Leistungsdruck bei.
00:26:43: dem Kind spürte zu viel Leistungs druck und hat dann auch mal gesagt ja ich muss immer alles können.
00:26:51: Und dann haben wir versucht, auch gemeinsam mit den Eltern zu schauen.
00:26:56: Was könnte da dahinterstecken?
00:26:57: Ist es wirklich Leistungsdruck oder ist das Unterforderung
00:27:02: usw.?
00:27:03: Es stand eine Diskussion und ... Wir haben herausgefunden, dass das Kind eigentlich als Strategie, als Fähigkeit glücklicher zu werden jetzt oder sag ich mal ... ein Teamplayer zu werden.
00:27:20: Wir haben das noch nicht ausformuliert, aber dass er die Fähigkeit trainieren könnte anstatt jetzt bei einer Arbeit sauer zu werden oder auszurasten oder unter den Tisch zu kriechen lernen kann aufstrecken und zu sagen Das ist für mich so einfach.
00:27:38: ich möchte was anderes machen also dieses Aufstrecken sich die Möglichkeit geben zu sagen wie er sich fühlt Und was eigentlich auch machen möchte.
00:27:53: Also seine Meinung zu sagen oder zu sagen, wie er sich fühlt und dann können die Lehrpersonen darauf reagieren und sind nicht einfach ratlos, was ist jetzt mit dem
00:28:01: los?
00:28:02: Und dadurch entstand diese Idee bei mir als nächste kleine Fähigkeit zu trainieren okay wenn ich etwas habe vor mir hab und ich habe das Gefühl dass es viel zu einfach, dann strecke ich auf und sagt, das ist zu einfach für mich.
00:28:21: Und sagt vielleicht die Lehrperson okay jetzt machst du wenn es einfach ist machst du das schnell fertig und nachher kannst du was anderes machen und dass man den Kind ausmacht ok dann kannst du irgendwie an deiner Forschungsarbeit weiter arbeiten oder so.
00:28:35: Aber dass sich das auszudrücken
00:28:38: auszudrücken, was in ihm ist.
00:28:40: Also Bedürfnisse wahrzunehmen – ich arbeite ja gerne mit dem Bedürftnis war – und zu lernen das dann auch zu äußern und es nicht in einer unkonstruktiven Art und Weise auszuleben.
00:28:52: Ganz genau!
00:28:54: Also da
00:28:54: entsteht ein wahnsinniger Raum für das Kind, wo das Kind lernen kann diesen Raum zu nutzen?
00:29:02: Ja, genau.
00:29:03: Und es lernt einfach auch Strategien die eine positive Auswirkung haben, ja.
00:29:10: Die einen nutzen haben schlussendlich auch weil bei Ben-Vormanns Methode gibt es ja auch sehr stark drum was ist der Nutzen denn dieser Fähigkeit für dich?
00:29:21: Was nützt das wenn du diese Fähigkeiten kannst für deine Mitschüler, für deine Eltern, für die Lehrpersonen?
00:29:28: Was verändert sich für die Impositiven?
00:29:30: Was bringt das?
00:29:31: Warum bringt's das diese Fäigkeit zu lernen als Motivator auch zu verstehen, wenn ich jetzt aufstecken kann und meine Gefühle sagen kann oder sagen kann das ist mir viel zu einfach.
00:29:44: Dann entsteht was Positives für mich.
00:29:49: Also für mich hört sich das wirklich richtig toll an.
00:29:52: Ich finde wir bräuchten viel mehr solche Lerninseln.
00:29:55: Ich glaube international also erzählt es jetzt aus der Schweiz, dass bräuchtest in eigentlich überall hier in Deutschland auch.
00:30:03: die Kinder sind einfach so und teilweise, glaube ich überfordert.
00:30:08: Deshalb für heute vielen Dank Steffi!
00:30:11: Für den Einblick... Jetzt haben wir ja nicht weiter über den Semi gesprochen wie er ihm mit einsetzt aber das machen wir zu einem anderen Zeitpunkt.
00:30:18: Ich würde mich
00:30:19: alle auch schon mal darauf freuen.
00:30:21: Wie wird der Semi da in dieser Methode ich schaffs oder im generellen Kontext in der Lerninsel?
00:30:27: Wie hat er da eingesetzt?
00:30:29: Aber für heute vielen Dank, dass du uns mitgenommen hast in diese Methode.
00:30:34: Ich schaff's von dem Ben Fuhrmann!
00:30:36: Ich verlinke auch wenn jemand mir über die Methode wissen möchte einen Link über die methode.
00:30:42: Die findet ihr in den Show Notes Und ich freue mich jetzt auf unser nächstes Thema.
00:30:48: Wir werden uns noch überlegen, was unser nächstes Thema ist oder dass wir uns unterhalten.
00:30:52: Selbstwirksamkeit finde ich immer gut aber auch den Einsatz vom Semi.
00:30:56: das kann natürlich auch ein gutes Thema sein.
00:30:59: Vielen Dank
00:30:59: dir Steffi!
00:31:00: Beides fällt
00:31:02: bei Meinungsideen
00:31:03: nicht aus?
00:31:04: Nein also gemeinsames Lernen ist natürlich auch immer so eine tolle Sache.
00:31:11: Ich darf ja auch primal für die Einladung.
00:31:13: Ja, sehr gerne.
00:31:15: Bis zum nächsten Mal!
00:31:16: Ciao ciao!
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